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Das Rennwochenende in Japan war gezeichnet vom tobenden Unwetter und schwierigen Verhältnissen auf der Rennstrecken. Sebastian Vettel holte im Ferrari Platz Nummer 2. Die beiden Alfas mit Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi landeten auf Platz 14 und 16!

Hier die Statements der Protagonisten von Alfa Romeo Racing nach dem Formel 1 Grand Prix von Japan. Frédéric Vasseur, Teamchef: "Wir sind in der Hoffnung in die Top Ten gestartet, konnten aber nach den ersten Runden nicht mehr um die Punkte kämpfen. Wir haben in der Schlussphase auf den weichen Reifen ein viel besseres Tempo gezeigt, daher müssen wir überprüfen, was passiert ist, und die Daten analysieren, um sicherzustellen, dass wir während des Rennens das gleiche Leistungsniveau bieten können. In einer so ausgeglichenen Meisterschaft müssen wir immer das Beste aus unserem Auto herausholen, sonst wird sich die Konkurrenz durchsetzen, wie es heute geschah. " Alfa Romeo Racing-Fahrer Kimi Räikkönen sagte: "Es war ein enttäuschendes Ende unseres Wochenendes. Wir tun immer alles, um ein gutes Ergebnis nach Hause zu bringen, und am Ende war das Auto mit dem letzten Reifensatz ziemlich gut. Wir liefen im Rennen drei, vier Sekunden schneller als zuvor, aber leider hatten wir vorher viel Zeit verloren und unser Nachmittag war bereits beeinträchtigt. „Wir konnten in den ersten beiden Stints auf mittelschweren und harten Reifen keine gute Balance finden, sie haben einfach nicht funktioniert und ich hatte kein Frontend. Wir müssen uns die Daten ansehen, um zu verstehen, was passiert ist und wie man es löst, damit wir ständig die Leistung haben, die wir im letzten Teil des Rennens hatten. "


Am heutigen Wochenende konnte Alfa keine Punkte einfahren. (Bild © Alfa Romeo Racing)
Der andere Alfa Romeo Racing-Fahrer, Antonio Giovinazzi, sprach ebenfalls. Der junge Italiener sagte: "Es war ein schwieriges Wochenende für uns. Die Bedingungen waren nicht ideal mit dem Wind, aber am Ende war es für alle gleich, also müssen wir uns auf unsere Arbeit konzentrieren. Unser Tempo war im Qualifying im Vergleich zu unseren Gegnern besser als im Wettbewerb, und wir müssen verstehen, warum. Das Potenzial des Autos ist offensichtlich, aber wir müssen weiter daran arbeiten, uns vor den letzten Rennen zu verbessern und in der restlichen Saison den bestmöglichen Job zu machen. "
Das Rennwochenende könnte in einem Chaos enden. Ein riesiger Taifun gefährdet den regulären Rennablauf.
 (Bild © Alfa Racing)
Das Rennen an diesem Wochenende in Suzuka könnte durch den drohenden Taifun zu einem Chaosrennen werden.
Mal sehen was es geben wird.

Es herrscht Ausnahmezustand in Suzuka. In der Nacht zum Samstag soll Super-Taifun Hagibis etwas nördlich der Küstenstadt an Land gehen. Die Grand-Prix-Strecke liegt zwar nicht direkt in der prognostizierten Bahn des Auges. Trotzdem werden auch in Suzuka hohe Windgeschwindigkeiten und große Regenmengen erwartet.
Alle Aktivitäten an der Strecke sind abgesagt worden. Doch schon am Sonntag will der Formel-1-Zirkus hier wieder das normale Prorgramm in die Wohnzimmer der Welt übertragen – inklusive Qualifying und Rennen. Damit die Aufräumarbeiten nach dem Sturm den Zeitplan nicht in Gefahr bringen, wurden schon am Freitag umfangreiche Vorkehrungen getroffen.
Mercedes hat eine ganze Liste mit Maßnahmen veröffentlicht, mit denen sich der Rennstall vor Schäden schützen will. Wie bei den meisten anderen Teams wurde der Kommandostand zusammengefaltet und mit einem Gepäcknetz festgezurrt. Die Wandverkleidungen vorne und hinten in der Garage wurden abgebaut. Natürlich sind die Rolltore runtergefahren.
Obwohl die Fugen der Tore noch einmal mit Sandsäcken abgedichtet wurden, mussten die Mechaniker das ganze Material vom Boden auf höhergelegenen Abstellmöglichkeiten zwischenlagern. Mercedes hat die hinterste Garage in der abschüssigen Boxengasse. Wenn irgendwo ein Wasserschaden droht, dann bei den Silberpfeilen.
Auch die Hospitality-Einheiten sind sturmfest gemacht worden. Die Veranstalter hatten schon am Donnerstag dicke Metallhaken in den Asphalt gerammt, mit denen die Zeltpavillons fest vertäut werden können. Mercedes traut dem Braten aber offenbar nicht ganz. Das ganze Equipment wurde aus dem Bewirtungszelt in die gemauerten Büros hinter dem Fahrerlager verfrachtet.
Außerdem bereiten sich die Elektrik-Experten der Teams auf den Fall vor, dass es zu Stromausfällen kommt. Um schon während des Taifuns am Samstag erste Schäden zu erkennen, dürfen von jedem Team zwei Mitarbeiter an die ansonsten hermetisch abgeriegelte Strecke, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
Die Fahrer haben sich für den freien Tag unterschiedliche Aktivitäten vorgenommen. Die junge Garde, darunter zum Beispiel Max Verstappen, Pierre Gasly, Lando Norris und Carlos Sainz, hat schon angekündigt, im Hotelzimmer das Video-Game „FIFA Soccer 2019“ auf der Konsole zu zocken.
Im Suzuka-Hotel direkt neben der Strecke, wo viele Fahrer untergebracht sind, befindet sich auch eine Bowling-Bahn, die sich schon bei den letzten verregneten F1-Tagen großer Beliebtheit erfreut hat. „Das klingt gut. Ich werde das Bier mitbringen“, grinste Daniel Ricciardo. Kollege George Russell warnte allerdings: „Da muss man aufpassen. Ich habe mir beim Bowling schon mal am Handgelenk wehgetan.“
Sebastian Vettel mag es dagegen altmodisch: „Ich werde etwas schreiben und lesen. Bestimmt keine Computerspiele oder im Internet surfen.“ Nico Hülkenberg fürchtet: „Wenn wir morgen alle im Hotel bleiben müssen, dann wird das Internet zusammenbrechen. Das wird ein langer, harter Tag für uns. In so einer Situation war ich noch nie. Gefangen in einem Hotel. Ich bin zwar kein Computerspieler, aber der Max wird mich bestimmt zu einem Rennen einladen.“
Und was machen die Teamchefs, die übrigens auch nicht an die Strecke kommen dürfen? Formel-1-Chef Chase Carey hat alle Rennstall-Bosse zu seinem üblichen „Frühstück-mit-Chase“-Termin im Suzuka Circuit Hotel eingeladen, um über die Zukunft der Königsklasse zu diskutieren. Vielleicht kann der Taifun am Ende ja dabei helfen, dass endlich der Durchbruch beim Reglement für 2021 gelingt.